Zur Diagnose

Es ist wesentlich, dass sich Betroffene untersuchen lassen. Die Österreichische Alzheimer Gesellschaft schreibt bei Demenzverdacht eine Reihe von Untersuchungen vor (ausführliche psychologische Tests, Scans des Gehirns, eine umfangreiche Blutuntersuchung usw.) und gibt noch zusätzliche Empfehlungen für Untersuchungen, wenn entsprechende Verdachtsmomente bestehen. Man schließt damit andere mögliche Ursachen für Vergesslichkeit aus (die eventuell reversibel sind!) und bekommt Hinweise, um welche Art von Demenz es sich handelt, weil dies für die Behandlung eine große Rolle spielt. 

Die wichtigsten Gründe für eine Diagnose:
  • Ausschluss anderer Ursachen: Gedächtnisprobleme können durch behandelbare Erkrankungen wie Depressionen, Schilddrüsenunterfunktion, Flüssigkeitsmangel oder Medikamenten-Nebenwirkungen verursacht werden.
  • Behandlungsmöglichkeiten: Frühzeitig eingeleitete Therapien können Symptome lindern und das Fortschreiten der Erkrankung teilweise verzögern.
  • Klarheit und Planung: Eine Diagnose gibt Gewissheit und ermöglicht es, rechtliche, finanzielle und pflegerische Angelegenheiten frühzeitig zu regeln.
  • Verständnis im Umfeld: Die Kenntnis der Diagnose hilft Angehörigen, seltsame Verhaltensweisen zu verstehen, was das Miteinander verbessert.
  • Nutzung von Hilfsangeboten: Betroffene erhalten Zugang zu spezialisierten Beratungsstellen, Therapien und Selbsthilfegruppen
Diagnose-Weg:
    1. Erstdiagnose wird oft von der Hausärztin gestellt. Danach muss zu einem Facharzt überwiesen werden.
    2. Diagnose durch Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, Gerontopsychiatrische Zentren , Memory Kliniken oder Gedächtnisambulanzen für eine neurologische und psychiatrische Diagnostik. Denn eine eingehende Untersuchung des körperlichen und psychischen Gesundheitszustands sowie eine neuropsychologische Untersuchung sind nötig, um ein Demenz-Syndrom genauer zuzuordnen sowie die Ursache benennen und gegebenenfalls behandeln zu können.
    3. Klinische Anamnese: Durch Laboruntersuchungen und EKG (Elektrokardiogramm) sollen mögliche Ursachen anderer Erkrankungen oder Mangelzustände abgeklärt werden, z.B. Schilddrüsenerkrankung, Bluthochdruck uvm.
    4. Bildgebende Verfahren (CT, MRT) sollen Hinweise auf Atrophien, Infarkte und andere Hirnveränderungen geben und die Diagnosesicherheit erhöhen.

Die Diagnose „Alzheimer-Demenz“ lässt sich nur im Ausschlussverfahren stellen. Wenn bei einer Demenz keine andere Ursache herausgefunden werden kann, wird eine „Demenz vom Alzheimer-Typ“ diagnostiziert.

Wohin kann ich mich wenden?

Ambulante Anlaufstellen

Psychosozialer Dienst (PSD) für ältere Menschen

In der Steiermark gibt es in jedem Bezirk Institutionen, die hier als Ansprechpartner für Sie da sind.

Übersicht Plattform Psyche – Ältere Menschen

 

FachärztInnen für Psychiatrie oder Neurologie

Fachärtze mit alterspsychiatrischer Versiertheit

Eine Auswahl ist zu finden unter:

www.docfinder.at

Gedächtnisambulanzen

Landeskrankenhaus Graz

Universitätsklinik für Neurologie, Ambulanz für Gedächtnisstörungen

Auenbruggerplatz 22, 8036 Graz

Telefonische Terminvereinbarung: Mo.-Fr.: 08:00 – 11:00 Uhr

Tel.: 0316 385-82426

Ansprechperson: OÄ Dr.in Eva Maria Stögerer-Oberschmid

Web: www.uniklinikumgraz.at/neurologie/neurogeriatrie

Krankenhaus der Elisabethinen

Abteilung für Neurologie

Standort II in Eggenberg

Bergstraße 27, 8020 Graz

Tel.: 0316 7063-2400

Web: www.elisabethinen.at/neurologie

 

Gedächtnis-Ambulanz der Albert-Schweitzer-Klinik Graz

Albert-Schweitzer-Gasse 36, 8020 Graz; Terminzeiten sind möglich:  Jeden Dienstag  12:00-14:00 Uhr in der Tagesklinik, ASK I in Raum A oder B ausschließlich nach Terminvergabe.

Die Terminvergabe und der Kontakt:

Montag bis Freitag von 08:00-14:00 Uhr unter +43 316 7060 1302 oder +43 316 7060 1301

Web: www.ggz.graz.at/demenz-memory-klinik/

 

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